Die ganze Nacht schaukelt es ordentlich weiter. Obwohl Seegang in unserer Kabine gut auszuhalten ist, sind wir es morgens leid und fühlen uns ziemlich kaputt. Bis kurz vorm Anlegen rollte das Schiff immer schön gleichmäßig links, rechts, links, rechts und stotterte dann in einer Welle von vorn - tok tok tok tok. Im Mietwagen auf Madeiras malerischen Straßen mit traumhaften Aussichten setzt sich das Empfinden der Nacht fort . Kurve links, Kurve rechts, Kurve links, Kurve rechts, Steigung - tok tok tok tok. Bei Ankunft an unserem ersten Ziel, des Cabo Girao, ist mir schon sowas von schlecht....
Cabo Girão (port. Kap der Umkehr) ist eine Steilklippe im Süden Madeiras. Die Höhe wird mit 560 bis 589 m angegeben, damit ist er eine der höchsten Steilklippen Europas. Neu entstanden ist dort der Skywalk, von dem man ca. 580 m in die Tiefe blickt. Noch im Entstehen sind eine Reihe von Geschäften, die Toiletten gegen Gebühr sind schon offen.
Der Ausblick und die sehr frische Luft läßt die Übelkeit vergessen.
Sehr schnell begreifen wir auf unserer Fahrt, dass die km Anzahl und die dafür benötigte Fahrzeit sehr weit auseinanderdriften. Nach und nach streich ich immer mehr angepeilte Ziele weg, da uns die Zeit zu knapp wird. Schließlich wollen wir unser Schiff rechtzeitig wieder erreichen, so fahren wir mehr oder weniger ohne lange Besichtigungen quer über die Insel zurück nach Funchal.
Jetzt wissen wir zumindest, dass Funchal auch eine rauhe Seite hat, nachdem es uns bisher immer als milde Blumeninsel erschienen ist
Auf solchen Wellen waren wir wohl heut Nacht unterwegs,
ein wenig Bammel haben wir vor der Weiterfahrt.
Faszit: Madeira bei einem Tagesaufenthalt mit Mietwagen erkunden ist keine gute Idee, beim nächsten mal gehen wir wieder bummeln und genießen Funchal.
Mit uns im Hafen liegen heute die Prinsendam
und die Aidabella
Bis zur Abfahrt vergnügen wir uns mit Möwen jagen.... gar nicht so einfach!
Das sind die Siegerfotos:
Udo hat gewonnen: er hat 2 erwischt
Die Ausfahrt erfolgt bei traumhaften Sonnenschein und zu unserer Freude
hat sich das Meer beruhigt, so dass wir uns auf den morgigen Seetag freuen können.
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